STADT ¯ARY (SORAU)

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¯ARY HAUPTSTADT DER POLNISCHEN LAUSITZ

¯ary ist eine Stadt von jahrhundertealter Geschichte. Die Ersterwähnung von ¯ary erschien im Jahre 1007 in der Thietmar-Chronik. ¯ary als die größte Stadt der Lausitz östlich des Grenzflusses Lausitzer Neiße wird Hauptstadt der polnischen Lausitz genannt.
2010 beging ¯ary die 750-Jahrfeier der Stadtanlegung. Im Jahre 1260 wurde der Stadt das Magdeburger Stadtrecht verliehen. Der Standesherr von ¯ary war damals Albrecht Dewin, der die Burg mit der angelegten Siedlung verband, sie mit einer hölzernen Verteidigungsanlage umgab und somit eine moderne Stadt schuf. ¯ary entwickelte sich dynamisch unter der Herrschaft zuerst des letzten Vertreters des Geschlechts Dewin, dann unter den Familien von Pack, von Biberstein und von Promnitz. Wie jede andere Stadt erlebte es seine Höhen und Tiefen. Heute ist es eine mittelgroße polnische Stadt mit etwa 39000 Einwohnern, ein bedeutendes Industrie- und Kulturzentrum der Lubuskie-Wojewodschaft.
Die Stadt kann auf ihre zahlreichen sakralen und profanen Kulturdenkmäler stolz sein, die für diesen Teil der Lausitz charakteristisch sind. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden, bis heute erhalten geblieben und sukzessive restauriert, steigern sie die Schönheit und Attraktivität der Stadt.

 

 

HISTORISCHE BAUWERKE DER STADT

Altstadt
Im Herzen der Altstadt befindet sich das restaurierte Rathaus aus dem XIV./XV. Jh. mit schönem Renaissanceportal über dem Haupteingang.
Rings um das Rathaus erheben sich schöne Wohnhäuser mit interessanten Fassaden im Stil des Barocks, des Jugendstils und der Moderne. Die Altstadt zieren auch zahlreiche Springbrunnen und Brunnen, wie der Weber- und der Lind wurmbrunnen, die mit spannenden Legenden aus ¯ary verbunden sind.
 


Schlossanlage
Das Dewin-, Pack- und Bibersteinschloss ist ein impossantes Bauwerk aus dem XIII. Jh., später im Stil der italienischen Renaissance umgebaut. In 1824 wurde es zum Gefängnis umgestaltet. Nach einer gründlichen Renovierung in den Jahren 1930-1945 wurde hier das Heimatmuseum des Landkreises Sorau untergebracht. Das Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und die Museumssammlungen sind verschollen.
Das Promnitzschloss wurde in den Jahren 1705-1726 von Erdmann II., einem Vertreter des Geschlechts von Promnitz, auf dem Gelände der Vorburg errichtet. Die Architekten dieser Schlossanlage mit dem dazugehörigem Park und Gärten waren Giovanni Simonetti, Carl Spanninger und August Beer. Seit 1992 ist die Schlossanlage im Privatbesitz.
 


Blaues Tor
Erbautim Jahre 1708 als repräsentatives Einfahrtstor zu der Promnitz-Residenz. Einst mit Blättern der Indigopflanze bewachsen, die das Tor blau färbten.

Verteidigungsanlagen
Vom mittelalterlichen Verteidigungssystem von ¯ary sind ein großer Teil der Stadtmauer und ein paar Verteidigungsanlagen bis heute erhalten geblieben. Eine davon ist der Wächterturm, der aus unbearbeiteten Feldsteinen auf einem quadratischen Grundriss errichtet und später durch eine Ziegelmauer aufgestockt wurde. In der Nähe befindet sich ein weiterer Turm, der als Kirchglockenturm dient. Der am besten erhalten gebliebene Teil der Stadtbefestigung befindet sich in den Straßen Cicha und Podwale. Die kreisförmige Verteidigungsbastei wurde letztens restauriert und zusammen mit einem Teil der Stadtbefestigung dem Fremdenverkehr erschlossen.
 


Sakralbauten
Herz-Jesu -Kirche (röm.-kath.)
Diese monumentale Kirche, allgemein Pfarrkirche genannt, überragt die Altstadt. Mit ihrem Bau begann man im 13. Jh. und er dauerte bis zum 16. Jh. Die Kirche fiel mehrmals den Flammen zum Opfer, wurde aber immer wieder aufgebaut. Die stärksten Schäden hat der Bombenangriff von 1944 angerichtet. Zum Glück blieb der gotische Baukörper in seiner Ganzheit erhalten. Die Kirche verbindet in sich verschiedene Baustile, und zwar den romanischen, gotischen und barocken Stil. In der Kirche finden oft Konzerte der Orgel- und klassischen Musik statt.
 

 

Die Kirche St. Peter und Paul (röm.- kath.)
Eine kleine romanisch-gotische Kirche mit einem barocken Dachreiter, außerhalb der Stadtmauer angelegt. Gegen Ende des 12. Jh. aus Feldsteinen gebaut. Stifter dieser Kirche waren wahrscheinlich die Herren von Dewin, das erste Geschlecht, das über ¯ary herrschte.


Die Kirche der Erhebung des Heiligen Kreuzes (röm.-kath. Garnisonskirche)
Die Kirche wurde von dem Franziskanerorden als Barbarakirche errichtet. Das Kellergeschoss der Klosterkirche diente als Gruft für die Geschlechter Pack und Biberstein, Standesherren von ¯ary. Die Kirche ziert der Turm mit barockem Helm.
 

 

Maria Himmelfahrt-Kirche (röm.-kath.)
Die Kirche wurde in den Jahren 1914-1917 im neogotischen Stil errichtet. Es ist die erste katholische Kirche, die nach einer langjährigen Dominanz der Protestanten in Zary von Grund auf erbaut wurde. Im Inneren sind die originale Ausstattung und Verzierung, farbige Glasmalereien und Jugendstilelemente am Gewölbe, erhalten geblieben.

Kirche der Muttergottes vom Skapulier (röm.- kath.)
Eine neogotische Kirche erbaut im Jahre 1896 als protestantische Kirche; Sie trägt die Merkmale der Brandenburger Backsteingotik. Im Inneren der Kirche verläuft in nördlicher und westlicher Richtung eine für protestantische Bauten charakteristische Empore. Der restaurierte Hauptaltar und die Kanzel aus der 1. Hälfte des 17. Jh. stammen aus der protestantischen Schlosskapelle zu Zary. Erst 1949 wurde die Kirche in Kunice zur katholischen Kirche und seitdem ist das die Kirche der Muttergottes vom Skapulier.
 

© Stadtverwaltung ¯ary

 

fot. Andrzej Buczyñski
 
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