STADT ¯ARY (SORAU)

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Die Kirche St. Peter und Paul (rom.-kath.)
Die Kirche ist außerhalb der Stadtmauer gelegen und aus Feldstein gegen Ende des XIII. Jh. an der Stelle der in den historischen Quellen 1207 erwähnten Kirche, wahrscheinlich einer Holzkirche, gebaut.
Es ist eine romanisch-gotische Kirche mit einem barocken Dachreiter. Stifter dieser Kirche war wahrscheinlich die Dewin-Familie, das erste Geschlecht, das über ¯ary herrschte. Es wird vermutet, dass diese Kirche die Grabstätte von Ulrich von Dewin ist. Im Presbyterium ist ein Netzgewölbe erhalten geblieben.


Die Kirche Zum Guten Hirten (poin.-kath.)
Im Mittelalter war sie Bestandteil des Niederhospitals zum heiligen Geist. Die Bestätigungsurkunde des Hospitals stammt aus dem Jahre 1329. Vielfach umgebaut, erst 1844 mit einer Böschung umgeben. Die Stileigenschaften sind verloren gegangen. Als Kirche der polnisch-katholischen Pfarrgemeinde dient sie seit 1975. Die gegenwärtige Ausstattung der Kirche: Barockgemälde mit der Szene der Auferstehung Christi und Altar (erste Hälfte des XIX. Jh.), aus Lubirt hergebracht, Marmortaufstein (Neoklassizismus, Anfang des XX. Jh.).

Die Kirche der Erhebung des Heiligen Kreuzes (röm.-kath., Garnisonskirche)
Die Geschichte dieser Kirche hängt eng mit dem Franziskanerorden zusammen, der 1274 von Albrecht von Dewin nach ¯ary geholt wurde. Neben der Klosteranlage entstand die Barbarakirche und in der zweiten Hälfte des XV. Jh. die Annakapelle. Die Franziskaner befassten sich vorwiegend mit dem Krankenhaus- und Grundschulwesen. Das Kellergeschoss der Klosterkirche diente als Gruft der Geschlechter Pack und Biberstein, der Standesherren von ¯ary. Die meisten Bauten der Klosteranlage verbrannten in 1549 und wurden nicht wiederaufgebaut. Es ist nur das Klostermalzhaus und die Kirchruine erhalten geblieben. Die Ordensbrüder haben die Stadt verlassen.
Der Wiederaufbau der Kirche im Barockstil erfolgte erst im Jahre 1727 unter der Herrschaft Erdmann II. von Promnitz. Die Kirche erhielt auch eine neue Glocke -von der Familie Promnitz gestiftet-, die bis heute vom Turm erklingt. In den folgenden Jahren wurde die Kirche mehrmals umgebaut und ihre Stileigenschaften sind verloren gegangen. Die Oberreste der Kirchmauer aus dem XIII. Jh. wurden verputzt. Ihre unbestreitbare Zierde ist der Turm mit dem barocken Helm. Am Turm ist ein Pferdekopf angebracht, was mit der Legende von der schönen Bäckerstochter verbunden ist.

 



Die Kapelle der Muttergottes vom Rosenkranz (röm.-kath.)
Der bis heute erhaltene Bau steht an der Stelle der mittelalterlichen Kapelle St. Fabian und Sebastian. Die Kapelle befand sich außerhalb der Stadtmauer in der Obervorstadt. In 1551 wurde sie vollständig abgebrannt. 200 Jahre später ist hier eine Begräbniskirche für das nahe gelegene Grabik als Stiftung der Familie Kretschmer entstanden. 1873 kam sie in den Besitz der lutherischen Gemeinde. Die Fassade schmückt ein Staffelgiebel mit Fialen. Die Vorhalle wurde um 1980 angebaut. Originelle Ausstattung fehlt.

 



Die Kirche der Gottesengel (evang.)
Die Kirche befindet sich in ehemaligen Seifersdorf, das 1936 nach ¯ary eingemeindet wurde. Als evangelische Kirche in den Jahren 1877-1878 erbaut. Errichtet wurde sie an der Stelle der ehemaligen Begräbniskapelle aus dem Jahre 1756. Bis 1900 hatte sie nur die Funktion einer Begräbniskirche inne, dann begann man hier auch regelmäßig den Gottesdienst abzuhalten. Im Inneren für die protestantischen Kirchen charakteristische Elemente: Kanzelaltar und Empore.

Die Kirche der Muttergottes vom Skapulier (röm.-kath.)
Die Kirche in ¯ary-Kunice (vor 1945 Kunzendorf) wurde zum 413. Geburtsstag von Martin Luther (10.11.1896) feierlich eingeweiht und den Gläubigen übergeben. Der Bau der protestantischen Kirche im neogotischen Stil nach dem Entwurf von Gamper erfolgte in den Jahren 1895-1896. Die beiden Kriege hat sie ohne größere Schäden überstanden. Nach der Übernahme der Kirche im Jahre 1945 durch die Katholiken hat man die ursprüngliche Innenkomposition erhalten.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Ausstattung. Der rnanieristische Altar und die Kanzel stammen aus der Schlosskapelle zu ¯ary. Sie wurden von Sigismund Seifried von Promnitz und seiner Gattin Anna Märgaretha von Putbus gestiftet (Z.Viertel des XVII. Jh.). Sie gehören zu den wertvollsten und ältesten sakralen Kunstschätzen von ¯ary. Sie überdauerten in einem so guten Zustand, weil sie vor 300 Jahren in das nahe gelegene Kunice gegeben wurden, das damals eine selbstständige Ortschaft war. Eine besondere Bewandtnis hat es auch mit dem altertümlichen Taufstein, der 1945 aus dem Dorf Niewirköw (Wolhynien) gebracht wurde.
An der Mauer, die die Kirche umsäumt, blieben Rokokoepitaphien erhalten, die an die zwei nachfolgenden Ehefrauen von H.G. Stavenow erinnern, dem Pastor von Kunice in den Jahren 1751-1780 und Familiengrabdenkmäler von Personen, die mit der hiesigen Industrie verbunden waren.

 



Die Kirche Maria Himmelfahrt (röm.-kath.)
Neben der Pfarrkirche das zweite vorherrschende Bauwerk im Stadtpanorama. Es war die erste katholische Kirche, die von Grund auf nach einer langjährigen Pause und Dominanz der Protestanten in Zary gebaut wurde. Errichtet in den Jahren 1914-1917 auf Veranlassung des katholischen Priesters Karl Ponsens, dessen Grab sich auf dem Kirchhof befindet. Die Kirche wurde von dem Berliner Architekten Wolfgang Wagner im Stil der Neogotik entworfen.
Erhalten geblieben ist die originelle Ausstattung und Aus¬gestaltung der Kirche. Der Hauptaltar stellt Szenen aus dem Leben Marias und dem Alten Testament dar, und der Seitenaltar die Szene der Obergabe des Kirchenmodells an Jesus. Eine besondere Stimmung schafft das durch die farbigen Mosaikfenster durchscheinende Licht sowie an den Gewölben aufgemalte Jugendstilornamente (restauriert in den letzten Jahren). Vom Uhrturm aus, der ein altertümliches Uhr¬werk und Glocken birgt, kann man das Stadtpanorama bewundern.
Die Kirche, das Pfarrhaus und den Kirchhof umschließt ein origineller geschmiedeter Zaun mit Blumenmotiven im Jugendstil.
 



Die Kirche des AIIerheiligsten-Herzens-Jesu (röm.-kath.)
Sie wird Pfarrkirche genannt, weil sie seit dem Mittelalter die Haupt- und Stadtkirche war, die unter Obhut der stadtischen Zünfte stand. Die Oberreste der Marken von den Zünften von Zary sind auf den Schlusssteinen der Westvorhalle sichtbar. Der monumentale Baukörper der Kirche überragt die Altstadt. Gebaut wurde die Kirche seit dem Anfang des XIII. Jh. bis zum XVI. Jh. In den folgenden Jahren fiel sie oft den Bränden zum Opfer und wurde immer wieder aufgebaut Die stärksten Schäden hat der Bombenangriff von 1944 angerichtet In Schutt und Asche wurden u.a. die zweigeschossigen protestantischen Emporen über den Seitenschiffen gelegt. Die Kirche gehörte den Protestanten in dem Zeitraum 1524 -1945.
Spätromanische Fragmente dieser Kirche blieben in einem Raum nördlich vom Presbyterium erhalten. Den gotischen Charakter der Kirche unterstreichen die spitzbogigen Portale und die hoch aufstrebenden Fenster, die die hohen Mauern entlastenden Strebepfeiler und die Stufengiebel bekrönt durch Pinakel und durch spitzbogig geschlossene Blendnischen gegliedert und im Inneren ein prächtiges Sternengewölbe. Die Kirchmauern der Pfarrkirche bergen zwei Grüfte der Promnitzfamilie, eines hervorragenden Geschlechts, das in den Jahren 1558 -1765 über ¯ary herrschte. Ober einer von ihnen wurde eine barocke Kapelle gebaut (1670-1672), deren reiche Stuck- und Bilderausstattung heute im Kontrast zu der rohen Gotik stehen.
In der Kirche finden oft Konzerte der Orgel- und klassischen Musik statt Der jetzige neogotische Orgelschrank stammt aus der Kirche In Swierzawa (1878), und die Orgel wurde von der Firma der Brüder Broszko im Jahre 1984 gebaut. Die Kreuzweggemälde von Stanislaw Antosz stammen ebenfalls aus den 80er Jahren.

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tekst Anna Kubiak
© Stadtverwaltung ¯ary

 

fot. Andrzej Buczyñski

 
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